Below ist eine kanadische Mystery- und Horror-Miniserie aus dem Jahr 2026, die am 8. Oktober weltweit auf Netflix veröffentlicht wurde. Die Produktion umfasst sechs Episoden mit einer Laufzeit von ungefähr 37 bis 47 Minuten und verbindet klassischen Monsterhorror mit Familiendrama, schwarzem Humor und gesellschaftlichen Themen.
Entwickelt wurde die Serie von Jesse McKeown, der zuvor unter anderem an The Umbrella Academy mitwirkte. Die Regie übernahmen Jamie Childs, Helen Shaver und Stephen Dunn. Gedreht wurde in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador, deren raue Küstenlandschaften und Fischergemeinden einen wesentlichen Bestandteil der Atmosphäre bilden.
Die Hauptrolle spielt Josh Hartnett als Calvin Penney. An seiner Seite sind Mackenzie Davis als Meeresforscherin Dr. Fonda Howander und Charlie Heaton als Calvins Sohn Wade zu sehen. Weitere Rollen übernehmen unter anderem Ruby Stokes, Rohan Campbell, Willow Kean, Kaleb Horn und Natasha Henstridge.
Die Serie greift die Geschichte und Lebensweise der Menschen an der kanadischen Atlantikküste auf. Der wirtschaftliche Niedergang der Fischerei, die Abwanderung aus kleinen Küstenorten und die Auswirkungen des Klimawandels bilden dabei den realistischen Hintergrund einer ansonsten übernatürlich anmutenden Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Calvin Penney, ein Fischer, der in der abgelegenen Küstengemeinde Snooks Arm auf Neufundland lebt. Seit seiner Kindheit wird er vom rätselhaften Tod seines Vaters verfolgt, der einst auf dem Meer verschwand. Auch Jahrzehnte später lässt ihn die Vergangenheit nicht los.
Inzwischen kämpft der kleine Ort ums Überleben. Die Fischbestände gehen zurück, wirtschaftliche Perspektiven fehlen und immer mehr Einwohner überlegen, ihre Heimat endgültig zu verlassen. Während ein Unternehmer versucht, die Gemeinde zum Verkauf ihrer Grundstücke zu bewegen, setzt Calvin alles daran, den Ort und die Lebensweise seiner Familie zu bewahren.
Als ein ungewöhnlicher Eisberg vor der Küste auftaucht, häufen sich plötzlich unerklärliche Ereignisse. Boote geraten in Gefahr, Menschen verschwinden und im Wasser scheint etwas zu lauern, das niemand erklären kann.
Gemeinsam mit der Meeresforscherin Dr. Fonda Howander beginnt Calvin, den Vorfällen nachzugehen. Gleichzeitig kehren seine Kinder in den Heimatort zurück, wodurch alte familiäre Konflikte wieder aufbrechen. Besonders sein Sohn Wade wird von seltsamen Träumen und Erinnerungen geplagt, die möglicherweise mit dem Geheimnis unter der Wasseroberfläche zusammenhängen.
Während die Bedrohung immer näher rückt, wird deutlich, dass die Ereignisse nicht nur mit einem unbekannten Meereswesen zusammenhängen. Auch die Veränderungen der Umwelt und der menschliche Umgang mit der Natur spielen eine entscheidende Rolle.
Die Bewohner müssen schließlich entscheiden, ob sie ihre Heimat aufgeben oder gemeinsam gegen eine Gefahr kämpfen, die weit größer ist, als sie zunächst vermutet haben.

Below verbindet gleich mehrere Genres miteinander. Die Serie beginnt wie ein klassischer Mystery-Thriller, entwickelt sich zunehmend zum Monsterhorror und erzählt gleichzeitig vom langsamen Verschwinden einer ganzen Lebensweise. Das raue Meer, die abgelegenen Häuser und die wirtschaftlich angeschlagene Fischergemeinde schaffen eine Atmosphäre, in der man jederzeit das Gefühl hat, dass sich unter der Oberfläche etwas Unheilvolles verbirgt.
Besonders interessant ist, dass die Bedrohung nicht allein von der unbekannten Kreatur ausgeht. Die Bewohner kämpfen schon lange vor deren Auftauchen ums Überleben. Rückläufige Fischbestände, wirtschaftliche Interessen und die Frage, ob es überhaupt noch eine Zukunft für den Ort gibt, bilden einen zweiten Konflikt. Dadurch bekommt die Geschichte eine gesellschaftliche Ebene, die über gewöhnlichen Monsterhorror hinausgeht.
Josh Hartnett verleiht Calvin Penney die nötige Mischung aus Sturheit, Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Seine Figur ist kein klassischer Held, sondern ein Mann, der mit seiner Vergangenheit und den Veränderungen seiner Heimat zu kämpfen hat. Auch Mackenzie Davis überzeugt als Wissenschaftlerin, die versucht, das Unbekannte zu verstehen, anstatt es lediglich als Bedrohung zu betrachten.
Tatsächlich erinnert Below in seiner Grundidee an Klassiker wie Der weiße Hai, kombiniert deren Bedrohungsszenario jedoch mit Elementen aus The Thing und moderneren Mysteryserien.
Auch die ökologische Botschaft ist nicht zu übersehen. Der Klimawandel und die Eingriffe des Menschen in die Natur sind keine bloße Hintergrunddekoration, sondern eng mit dem zentralen Geheimnis verbunden. Allerdings bleibt die gesellschaftliche Kritik stellenweise hinter dem eigentlichen Monsterspektakel zurück. Die Serie spricht interessante Themen an, ohne sie immer mit der gleichen Konsequenz weiterzuverfolgen.
Mit ihren sechs Episoden bleibt Below immerhin überschaubar und verzichtet auf eine unnötig lange Erzählung. Sie bietet eine ungewöhnliche Kulisse, eine interessante Grundidee und eine Mischung aus Horror und Familiendrama, die sich von vielen gewöhnlichen Kreaturen-Thrillern unterscheidet. Gleichzeitig dürfte gerade ihr Hang zum Absurden dafür sorgen, dass nicht jeder Zuschauer mit der Geschichte etwas anfangen kann.
Vielleicht eine verschenkte Gelegenheit für einen tiefgründigeren Thriller, entscheidet der Zuschauer.