Die Serie Bloodhounds (사냥개들) stammt aus dem Jahr 2023 und wurde von dem Regisseur und Drehbuchautor Jason Kim (Kim Joo-hwan) inszeniert. In den Hauptrollen dieses packenden Action-Thrillers sind Woo Do-hwan als der loyale Gun-woo und Lee Sang-yi als sein charismatischer Freund Woo-jin zu sehen. Die Handlung der 8-teiligen Netflix-Produktion basiert auf einem beliebten Webtoon und folgt zwei jungen Boxern, die sich mit einem wohlwollenden Geldgeber verbünden, um einen skrupellosen Kredithai zur Strecke zu bringen. Die Serie feierte ihre weltweite Premiere am 9. Juni 2023 auf Netflix. 2026 folgte dann die zweite Staffel mit 7 Folgen.
Im Zentrum der Geschichte stehen Gun-woo und Woo-jin, zwei talentierte Boxer, die sich bei einem Turnier kennenlernen und schnell eine tiefe Freundschaft schließen. Als Gun-woos Mutter Opfer der betrügerischen Machenschaften des bösartigen Kredithais Myung-gil wird, gerät die Welt der jungen Sportler aus den Fugen. Um die Schulden zu begleichen und Gerechtigkeit zu suchen, tauchen die beiden tief in die düstere Unterwelt der illegalen Geldverleih-Geschäfte in Seoul ein. Unter der Führung des legendären, im Ruhestand befindlichen Präsidenten Choi nutzen sie ihre boxerischen Fähigkeiten als „Bluthunde“, um gegen die gewalttätige Organisation von Myung-gil vorzugehen. Es beginnt ein brutaler Kampf um Leben und Tod, bei dem ihre Moral und ihre körperliche Ausdauer auf eine harte Probe gestellt werden.

Die Serie ist bekannt für ihre intensiven Kampfszenen, eine düstere Atmosphäre und den Fokus auf Freundschaft, Familie und Loyalität.
Die Grundidee von Bloodhounds in Staffel 1 funktioniert wirklich gut. Das Thema rund um Schulden, Macht und Ausbeutung ist realistisch und wird deutlich ernster dargestellt als in vielen anderen Serien. Gerade der Einstieg ist stark und zieht sofort rein.
Was besonders überzeugt, sind die beiden Hauptcharaktere. Ihre Freundschaft wirkt ehrlich und ist eigentlich das Herz der Serie. Auch die Action ist gut gemacht – roh, direkt aber teilweise ziemlich hart.
Trotz des grandiosen Starts merkt man im Verlauf leider, dass die Serie ihren roten Faden ein wenig verliert. Manche Entwicklungen wirken plötzlich etwas sprunghaft und nicht ganz zu Ende gedacht – besonders gegen Ende hätte ich mir mehr emotionale Tiefe und Hintergrundinfos zu den Charakteren gewünscht. Es ist schade, dass einige Schicksale fast schon im Sande verlaufen und der Ton der Serie sich so abrupt verändert.
Background: Während der Dreharbeiten gab es einen realen Zwischenfall mit der Hauptdarstellerin Kim Sae-ron (sie war in einen Autounfall unter Alkoholeinfluss verwickelt). Da sie daraufhin die Serie verlassen musste, mussten die letzten zwei Folgen quasi über Nacht komplett umgeschrieben werden. Das erklärt, warum sich das Finale so anders anfühlt und einige Handlungsstränge leider zwangsweise gekappt wurden. Man merkt den Machern an, dass sie versucht haben, das Beste aus einer schwierigen Situation zu machen, auch wenn es für uns Zuschauer natürlich einen leicht bitteren Beigeschmack hinterlässt.“
Dann kommt Staffel 2. Ich hatte Bloodhounds erst letztes Jahr gesehen aber dennoch erinnerte ich mich erstmal nicht an die Handlung. Eine kurze Rückblende verwehrte mir Netflix. Die 2 Jungs und die Mutter sind klar. Präsident Cho und ihr Hauptgegner aus Staffel 1 sind tod. Und dann tauchen nach und nach neue Mitspieler auf. Langsam fängt auch die Story wieder an sich zusammen zu setzen. Bis zur letzten Folge als dieser Typ auf dem Motorrad auftaucht. Und ich nur so: hilfe KI wer ist das? Alle falsch. Es war der Helfer von Präsident Cho. Er wurde in Staffel 1 mit seiner schwangeren Frau angegriffen. Und siehe da er hat überlebt. Immerhin. Aber Staffel 2 endet für ihn genauso wie Staffel 1. Weniger blutig aber dennoch unklar. Naja und die Helfer der Polizei, als sie wegen Korruption in den eigenen Reihen hilfe suchen müssen, da fehlt leider auch ein bisschen. Auch hier wäre eine kleine Auffrischung nice to have gewesen.
Ich gehe davon aus das die Serie 90% von Männern konsumiert wird und der Rest Fans der zwei Hauptdarsteller sind. Ich gehöre zu keinem davon. Ich habe um ehrlich zu sein auch die meisten Kampfszenen übersprungen oder etwas vorgespult. Das ist mir zum Teil zu krass. Aber die Handlungen aller Charaktere zusammen reicht mir als Grund, die Serie zu schauen und zu empfehlen. Das funktioniert durchweg in beiden Staffeln.
Die Kommentare unter dem Trailer fassen es ganz gut zusammen:
