The Handmaid’s Tale ist eine US-amerikanische dystopische Drama-Serie, die von 2017 bis 2025 in insgesamt 6 Staffeln erschien. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Margaret Atwood aus dem Jahr 1985. Entwickelt wurde die Serie von Bruce Miller.
Die Hauptrolle spielt Elisabeth Moss als June Osborne (Offred). Weitere wichtige Rollen übernehmen Yvonne Strahovski, Joseph Fiennes, Ann Dowd und Alexis Bledel.
Die Serie spielt in einer nahen Zukunft, in der die Vereinigten Staaten durch einen Staatsstreich zur religiösen Diktatur Gilead geworden sind. Aufgrund einer weltweiten Fruchtbarkeitskrise werden fruchtbare Frauen als sogenannte Handmaids (Mägde) versklavt und dazu gezwungen, Kinder für die herrschende Elite zu bekommen.
June Osborne wird nach der Machtübernahme von Gilead von ihrer Familie getrennt und als Magd dem Haushalt eines hochrangigen Kommandanten zugeteilt. Dort verliert sie ihren Namen und wird zu Offred (Desfred) – benannt nach ihrem “Besitzer”.
Während sie versucht zu überleben, beginnt sie sich dem Widerstand anzuschließen. Die Serie begleitet ihren Kampf gegen ein System, das Frauen sämtliche Rechte genommen hat, und zeigt gleichzeitig das Leben anderer Frauen in Gilead – jede mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Ängsten und ihrer Art, mit der Unterdrückung umzugehen.
The Handmaid’s Tale ist keine Serie, die man einfach nebenbei schaut. Sie ist beklemmend, brutal und teilweise nur schwer zu begreifen.
Besonders stark finde ich, dass die Serie ihre Welt unglaublich glaubwürdig aufbaut. Gilead wirkt nicht wie eine typische Science-Fiction-Welt, sondern wie etwas, das erschreckend real erscheinen könnte. Mein erster Gedanke war dabei: „das ist doch typisch USA.“ Dadurch entfaltet die Geschichte ihre eigentliche Wirkung.
Was die Serie ebenfalls auszeichnet, sind ihre Figuren. Fast niemand ist ausschließlich gut oder böse. Viele Charaktere entwickeln sich über die Staffeln hinweg weiter, treffen fragwürdige Entscheidungen oder kämpfen mit ihrem Gewissen. Dadurch wirken sie menschlich und komplex. Besonders Joseph und auch Serena sind zwei Beispiele dafür.
Allerdings zieht sich die Handlung gerade in den späteren Staffeln stellenweise etwas in die Länge. Manche Konflikte wiederholen sich und einige Entscheidungen der Figuren waren einfach nur frustrierend.
Trotzdem gehört The Handmaid’s Tale für mich zu den stärksten Dystopie-Serien der letzten Jahre. Sie regt zum Nachdenken an und zeigt, wie Macht, Religion und Angst missbraucht werden können, um Menschen zu kontrollieren und zeigt erschreckende parallelen. Umso wichtiger ist es nicht zu ignorieren und tot zu schweigen. Das ist leider in der Geschichte unseres Planeten viel zu häufig passiert.

