Person of Interest ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Krimiserie, die von 2011 bis 2016 lief und insgesamt 5 Staffeln umfasst. Entwickelt wurde sie von Jonathan Nolan, produziert unter anderem von J. J. Abrams.
Die Hauptrollen spielen Jim Caviezel als ehemaliger CIA-Agent John Reese und Michael Emerson als geheimnisvoller Milliardär Harold Finch.
Die Serie beginnt mit einer faszinierenden Idee: Nach den Anschlägen vom 11. September entwickelt Finch eine hochintelligente Überwachungs-KI namens The Machine – die Maschine, die mithilfe von Kameras, Telefonen und digitalen Daten zukünftige Gewalttaten vorhersagen kann. Die Regierung nutzt nur Bedrohungen für die nationale Sicherheit – alle „unwichtigen“ Personen werden ignoriert. Finch will genau diese Menschen retten und engagiert Reese.
Auf den ersten Blick wirkt Person of Interest wie eine klassische Crime-Serie: Jede Folge steht ein neuer Mensch im Mittelpunkt, dessen Nummer von der Maschine ausgegeben wird. Diese Person könnte Opfer oder Täter eines bevorstehenden Verbrechens werden.
Doch mit jeder Staffel entwickelt sich die Serie weiter. Aus einzelnen Rettungsmissionen entsteht eine viel größere Geschichte über künstliche Intelligenz, Massenüberwachung, Datenschutz, Macht und die Frage, ob Maschinen moralische Entscheidungen treffen können.
Was als Thriller beginnt, wird später fast zu einer Vision der Zukunft – nah an Themen, über die heute diskutiert wird.
Person of Interest war ihrer Zeit überraschend weit voraus. Lange bevor KI im Alltag so präsent wurde, stellte die Serie Fragen wie:
- Was passiert, wenn eine KI alles beobachtet?
- Wer kontrolliert die Daten?
- Können Maschinen Mitgefühl entwickeln?
- Ist totale Überwachung gerechtfertigt, wenn dadurch Leben gerettet werden?
Heute wirken viele Ideen der Serie deutlich realistischer als noch 2011.
Aber einige Kritikpunkte gibt es natuerlich.
Zum Beispiel wieso die Maschine den Admin vor Gefahren nicht zumindest warnt? Wir erfahren erst viel später, wie die Maschine programmiert wurde aber eine Warnung ohne Bevorzugung wäre durchaus drin gewesen.
Der erste echte Gegner ist HR. Eine korrupte Organisation innerhalb der Polizei und Politik. Aber wieso hilft die Maschine nicht die Drahtzieher zu identifizieren? Mit all dem Wissen hätte sie dies problemlos tun können. Ich vermute wegen des geschlossenen Systems aber dennoch. Allein für diese Information hätte Finch sie öffnen können.
Obwohl ich Taraji P. Hensons Entscheidung verstehen kann fand ich Folge 9 der 3. Staffel blöd. Sie hat gut in die Serie gepasst und der Kuss war unnötig. Damit auch voraus ahnend was kommt.
Auch das sie Finch so lange im dunkeln gelassen haben fand ich doof. Das hat mich an Lucifers Ella erinnert.
Vom Ende bin ich ein klein wenig enttäuscht. Das hat schon fast Game of Thrones Züge. Klar ist dieser Job nicht gerade sicher aber so??? Und dann wünscht man sich noch eine Staffel. Letztendlich fand ich die 5 Staffeln super. Nicht zu lang nicht zu kurz und ich vermisse sie ehrlich.
