Adults – Emma Jane Unsworth

Jenny hat eine Lebenskrise: Sie ist über 30, frisch getrennt von Art, der nun mit einer Influencerin liiert ist, und in ernsthafter Gefahr, ihren Job beim angesagten feministischen Online-Magazin „The Foof“ zu verlieren – und jetzt zieht auch noch ihre Mutter, die Dramaqueen, bei ihr ein.  Klug, rasant, witzig und mit genauem Blick für die Tücken der Selbstwahrnehmung in Zeiten von Social Media – Emma Jane Unsworth schafft eine hinreißende Heldin, die einem sofort ans Herz wächst. (Quelle: luebbe Verlag)

Dieses Buch hat mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Hätte ich es nicht rezensieren müssen, hätte ich es vermutlich nach den ersten 100 Seiten weggelegt und nie wieder angeschaut. Aber ich habe mich durchgebissen. Erst ab 2/3 des Buches empfinde ich so etwas wie Zuneigung zu dem Hauptcharakter Jenny. Bis dato ist sie so stark süchtig nach Anerkennung im Netz, dass sie sich absolut Scheisse alles und jedem gegenüber verhält und merkt es nichtmal. Bis zu diesem Punkt fühle ich mit Kelly, aber auch das wird am Ende zerstört.

Was mich wohl am meisten gestört hat, sind die ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Hier wird so oft gewechselt, dass ich manchmal gar nicht weiss wo wir grad eigentlich sind. Das nennt man dann wohl sprunghafte Gedankengänge. Jetz weiss ich was meine Lehrer immer bei mir kritisierten (*tschuldigung) Ich finde dementsprechend den Klappentext irreführend. Bis ihre Mutter einzieht vergeht ein halbes Buch. Und musste die Autorin noch die ganze Kennenlerngeschichte einfügen? So unnötig.

Letzendlich wird einem am Ende des Buches klar, das es hier nicht ums Erwachsenwerden geht, sondern um eine ü30 jährige, die mit sich selbst ganz und gar nicht im Reinen ist. Jenny weiss nicht was sie will und woher sie es kriegen soll. Die Autorin verpackt dabei sämtliche Themen des 21. Jahrhunderts hinein (vegan, Feminismus, social media, Kinder kriegen ohne Mann, WGs ü30, Klima, Umwelt etc) Irgendwie anstrengend.

Mir ist klar, dass jedes Buch iwo ein happy end haben muss. Dieses hier ergibt auf Grundlage der ersten 2/3 jedoch überhaupt keinen Sinn. Therapie hin oder her. Schade, ich hab mir von dem Buch wirklich mehr erhofft.

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