
Es ist eine Ewigkeit her, dass ich ein Buch in der Hand hatte. Leider ist es zeitlich einfach aktuell nicht möglich und selbst wenn, würde ich vermutlich an meinem eigenen arbeiten. Aber ganz plötzlich gibt es überall um mich herum diese Lese-Challanges. Das wird ein vollgepackter Urlaub, das kann ich euch sagen.
Aber was jetzt kommt, ist eine Neuheit. Kurzgeschichten.
Genau die hier:
- Ruhe in Frieden, Mbutu
- Morgen früh um 8 wird Kaffee gemacht
- Auf Wohnungssuche
- Von Pralinen & Schokoladenbonbons
- Die Bucket List
- Nutella zum Frühstück
- Neuer Job
- Woher kommst du wirklich?
- Magische Haare
- An meine schwarzen Schwestern und Brüder
- Darf ich mal deine Haare anfassen?
- Wenn Blicke töten könnten
- Die Wundercreme
Hab ich ein Glück, dass ich so talentierte Kolleginnen wie Brigitte habe. Und dann darf ich ihre Bücher auch noch rezensieren. :)
Manche ihrer Geschichen brachten mich zum Schmunzeln andere zum nachdenken. Aber sehr oft musste ich einfach nur innerlich nicken. Ja, stimmt.
„Meine Haut packt aus“ beinhaltet 13 Kurzgeschichten aus dem Leben einer schwarzen Person. Die Meisten direkt über Brigittes Leben. Nur die Eine, jene, die eine Warnung braucht, die gehört jemand anderem.
Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, mich als Frau allgemein indentifizieren zu können. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, ob ich das darf. Denn auch wenn mein Leben als weisse Frau geprägt von einigen unschönen Geschichten ist, so ist es doch bei weitem nicht so schlimm wie das von Schwarzen. Richtig? … Oder?
Ich lerne aktuell nicht einfach nur eine neue Sprache. Ich suche auch einen neuen Ort. Denn hier, in Deutschland, vielleicht sogar an vielen Orten auf der Welt, passieren täglich all die Dinge, die Brigitte in ihren Geschichten beschreibt. Manche sind kleine Anekdoten, ein Witz den ich einfach verstehen muss, ein Seitenhieb hier und da. Und manchmal auch ein direkter Angriff.
Ich habe als Weisse absolut kein Recht diese Geschichten auf mich zu projezieren aber ich tue es. Denn ich kann es fühlen. Ich hatte zwar früher nie die besten Noten aber ich kennen die Geschichte der Welt sehr gut. Ich wuchs heran und hoffte, genau wie ich, würden andere sie studieren, daraus lernen und eine bessere Welt schaffen. Aber alles was ich sehe ist Hass, Wut und jede Menge Trauer, die zu den selben Worten führen.
Aber natürlich will ich euch meine Gedanken während des Lesens nicht vorenthalten. Denn dafür habe ich den Blog schliesslich.
Was verdammt nochmal ist ein Diminutiv? Und wieso hat er sich mir nicht persönlich vorgestellt?
Das mit den Datingapps ist so eine Sache. Ich frag mich ob die Männer Menschen alle so dämlich sind oder echt glauben, dass wir sowas toll finden. Wo kommt das her? … Oh ja, die Menschheit geht definitiv zu Grunde. Jedenfalls in den klügeren Gebieten sinkt die Geburtenrate. Würde mir zu denken geben. *pfeiff*
Nutella mit allem? Nein. Aber Nutella mit Erdbeeren definitiv.
Oh wusstet ihr das Nutella in verschiedenen Ländern anders schmeckt? Meine Mutter fährt wegen Zigaretten oft rüber ins Nachbarland, um günstiger zu kaufen und versuchte mir mal ausländische Nutella unterzujubeln als ich noch kleiner war. Allerdings bemerkte mein Gaumen diese Täuschung sofort. Diesen Fehler beging sie nie wieder. Ich bin halt ein Nutella-Kind. Und stolz drauf :D
In der Geschichte „An meine SCHWARZEN Schwestern und Brüder“ fällt der Satz: „Wir werden das überstehen, du und ich!“ allerdings bin ich mir da nicht so sicher.
Manchmal bete ich still und heimlich in den Nachthimmel zu den Aliens, die uns beobachten und wahrscheinlich selbst nur den Kopf schütteln, dass sie uns endlich auslöschen mögen. Wir haben diesen Planeten nicht verdient.

Absolut faszinierend und wahnsinn wieviel Gesprächsstoff diese Kurzgeschichten bieten. Leider werden die, die diese Geschichten wahr machen, sie niemals lesen und verstehen. Verbreitet sie und hoffen wir… hoffen wir einfach noch ein bisschen länger.
Meine Haut packt aus. Life is Story amazon, Hugendubel, Thalia