Die Serie startete 1997 als Fortsetzung des Kinofilms Stargate (1994) von Roland Emmerich. Während der Film die Entdeckung des Tores thematisierte, baute die Serie ein gigantisches Universum auf, in dem das Team der US Air Force regelmäßig ferne Welten erforscht.
- Laufzeit: Mit 10 Staffeln und 214 Episoden war sie lange Zeit eine der am längsten laufenden Sci-Fi-Serien.
- Absetzung: Die Serie endete 2007 nicht wegen mangelnden Interesses, sondern aufgrund steigender Produktionskosten und wirtschaftlicher Erwägungen des Senders.
- Franchise: Der Erfolg führte zu Spin-offs wie Stargate Atlantis, Stargate Universe und der Webserie Stargate Origins.
- Kleiner Insider: die echte US Air Force liebte die Serie so sehr, dass zwei echte Air Force Chiefs of Staff (General Michael E. Ryan und General John P. Jumper) Gastauftritte in der Serie hatten.
- Zukunft: Es gibt Berichte über eine Rückkehr des Franchise zu Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon, wobei neue Projekte derzeit in Entwicklung sind.
Die Besetzung und das Team
- Jack O’Neill: Richard Dean Anderson brachte als Anführer einen trockenen Humor in die Rolle, der sich stark von Kurt Russells ernsterer Film-Interpretation unterschied. Er verließ die Serie in Staffel 9, um mehr Zeit für seine Familie zu haben.
- Daniel Jackson: Michael Shanks spielte den Archäologen, der oft als moralischer Kompass fungierte. Er verließ die Serie, da sein Charakter sich nicht entwickelte, kehre aber dank der Beliebtheit seines Charakters zurück.
- Samantha Carter: Amanda Tapping verkörperte das wissenschaftliche Genie der Gruppe und ist heute auch als erfolgreiche Regisseurin bekannt.
- Teal’c: Christopher Judge spielte den Jaffa-Krieger, dessen Loyalitätswechsel den Kampf gegen die mächtigen Goa’uld erst ermöglichte.
- General George Hammond „Hammond von Texas“: Don S. Davis ist für viele Fans der einzig wahre Leiter des SGC. Er war streng, aber unglaublich loyal gegenüber seinen Leuten. Er setzte oft seine Karriere aufs Spiel, um SG-1 zu schützen. Davis war im echten Leben tatsächlich Captain in der US Army, was seiner Darstellung eine enorme Authentizität verlieh. Nach seinem Tod wurde ihm in der Serie Ehre erwiesen, indem ein Raumschiff nach ihm benannt wurde (die Phoenix, später George Hammond).
- General Hank Landry: Beau Bridges übernahm ab Staffel 9. Landry brachte einen etwas lockereren, aber dennoch bestimmten Führungsstil mit. Er hatte eine Vorliebe für Vögel (er hielt sich oft in einer Hütte in den Bergen auf) und musste sich mit seiner Tochter, Dr. Carolyn Lam, aussöhnen, die die medizinische Leitung übernahm.
- Dr. Janet Fraiser (Teryl Rothery):
- Walter Harriman: Gary Jones – Eigentlich nur ein Statist am Anfang, wurde „Chevron Guy“ zum Kult. Er ist der Mann, der fast jedes Mal „Chevron 7 ist eingerastet!“ (Chevron 7 encoded!) ruft. Ohne Walter würde im SGC gefühlt gar nichts funktionieren.
- Bra’tac: Tony Amendola spielt Teal’cs Mentor und ein legendärer Jaffa-Meister. Er ist über 130 Jahre alt, kämpft aber immer noch wie ein junger Gott. Er brachte den nötigen spirituellen und taktischen Tiefgang in den Kampf gegen die Goa’uld.
- Cameron Mitchell (Ben Browder) & Vala Mal Doran (Claudia Black): Beide stießen in Staffel 9 dazu (beide bekannt aus Farscape). Mitchell übernahm die Leitung von SG-1, während Vala als ehemalige Diebin und Goa’uld-Wirtin für das nötige Chaos und eine Prise Erotik sorgte.
- Jonas Quinn: Corin Nemec ersetzte Daniel Jackson in Staffel 6. Obwohl er bei den Fans anfangs einen schweren Stand hatte, brachte er durch seine schnelle Auffassungsgabe und seine Begeisterung eine frische Energie in die Serie.

Die Serie ist bekannt für die Verknüpfung von Science-Fiction mit Mythologie. Die Antagonisten, die Goa’uld, gaben sich als Götter aus verschiedenen Kulturen (ägyptisch, nordisch, griechisch) aus, um die Menschheit zu versklaven. Später kamen weitere Bedrohungen wie die Replikatoren und die Ori hinzu.
Ein zentrales Mysterium blieb die Allianz der vier großen Rassen (Antiker, Asgard, Nox, Furlinge), wobei die Furlinge – zum Amüsement der Fans – nie physisch in der Serie auftraten.
Witziges Detail: Der „Ursprungspunkt“ (Point of Origin) ist das siebte Symbol auf dem Stargate, das für die Rückreise zur Erde unerlässlich ist. Es wird auch als das „Home“-Symbol bezeichnet. Das Symbol für die Erde (ein Kreis mit einem Strich darunter und einer Spitze oben, das wie ein stilisierter Berg mit Sonne aussieht) ist das einzige Zeichen auf dem Tor, das auf keinem anderen Stargate im Universum existiert. Es ist die „Einmal-Taste“ für zu Hause.
In der Serie wird das Stargate oft als „kosmisches Telefon“ erklärt. Um jemanden anzurufen, braucht man sechs Koordinaten (die den Punkt im Raum bestimmen) und das siebte Symbol als „Enter-Taste“ (der eigene Standort). Der Clou: Das Team findet auf fremden Planeten immer sofort heraus, welches der 39 Symbole der lokale Ursprungspunkt ist, obwohl sie die Konstellationen dieses Himmels gar nicht kennen.
Für das Marketing der Serie wurde dieses Symbol so ikonisch, dass es fast wie das @-Zeichen für Stargate-Fans wurde. Es ist das ultimative Erkennungsmerkmal – wer das Symbol auf einem T-Shirt trägt, outet sich sofort als Mitglied des SG-1-Fandoms.

Die Serie nochmal komplett durchzuschauen war ein Highlight dieses Jahr für mich. Erstmals auf Netflix konnte ich einfach nicht wiederstehen. 10 Staffeln dauern eine Weile. Aber es hat Spaß gemacht. Ohne das heutige Generve das etwas unrealistisch oder nicht richtig ist, von all den selbsternannten Fachmatikern. Einfach nur Show.
Es gab nur EINE Sache, die mich gestört hat und die kam ganz am Ende: Generell Landry verabschieded das Team bevor sie durch das Tor gehen mit den Worten: „Godspeed.“
„Godspeed“ ist ein englischer Abschiedsgruß, der jemandem eine erfolgreiche, sichere Reise oder ein gutes Gelingen bei einem Vorhaben wünscht. Es bedeutet sinngemäß „Gott behüte dich“ oder „Viel Glück“. Der Ausdruck stammt vom mittelenglischen „God spede you“ (Möge Gott dir Erfolg schenken / dich gedeihen lassen).
Aber nach 10 Staffeln mit Kämpfen gegen falsche Götter, macht es da noch Sinn an einen Gott zu glauben? Das lass ich mal offen.