Typhoon Family

Typhoon Family trägt im Koreanischen den Titel 태풍상사 und wurde von Jang Hyun-sook geschrieben. Regie führten Lee Na-jeong und Kim Dong-hwi. Die Hauptrollen übernehmen Lee Jun-ho als Kang Tae-poong und Kim Min-ha als Oh Mi-seon. Zu den weiteren wichtigen Darstellern gehören unter anderem Sung Dong-il, Kim Ji-young und Kim Min-seok.

Die Serie wurde vom südkoreanischen Sender tvN vom 11. Oktober bis zum 30. November 2025 ausgestrahlt und umfasst insgesamt 16 Episoden. International ist sie über Netflix verfügbar. Die einzelnen Folgen sind ungewöhnlich lang und liegen häufig deutlich über einer Stunde.
Die Serie war beim koreanischen Publikum durchaus erfolgreich. Die Einschaltquoten stiegen im Verlauf der Ausstrahlung deutlich an und erreichten mit der letzten Folge landesweit 10,342 Prozent.

Mit Typhoon Family erzählt Netflix eine Geschichte über Familie, Verantwortung und das Erwachsenwerden vor dem Hintergrund der südkoreanischen Finanzkrise von 1997. Im Mittelpunkt steht Kang Tae-poong, der bisher ein sorgenfreies Leben geführt hat und sich plötzlich mit einer völlig anderen Realität auseinandersetzen muss. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er dessen angeschlagenes Handelsunternehmen und versucht, gemeinsam mit seinen Mitarbeitern und seiner Familie, die Firma vor dem Untergang zu bewahren.

Dabei geht es nicht nur um die wirtschaftliche Krise des Unternehmens. Tae-poong muss lernen, Verantwortung zu übernehmen, während auch die Menschen um ihn herum mit finanziellen Sorgen, persönlichen Problemen und ihren eigenen Zukunftsplänen kämpfen. Aus dem zunächst sorglosen jungen Mann soll innerhalb kurzer Zeit ein verantwortungsbewusster Geschäftsmann werden.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1997. Kang Tae-poong lebt als Sohn einer wohlhabenden Familie ein unbeschwertes Leben und gehört zur sogenannten „Orange Tribe“-Jugend, die für ihren auffälligen Lebensstil und ihre Vorliebe für Mode und Luxus bekannt ist. Mit den Problemen des Geschäftslebens hat Tae-poong zunächst wenig zu tun.

Das ändert sich schlagartig, als sein Vater stirbt und Tae-poong die Leitung der Familienfirma Typhoon Trading übernehmen muss. Gleichzeitig befindet sich Südkorea mitten in der schweren IMF-Finanzkrise. Unternehmen gehen bankrott, Arbeitsplätze verschwinden und auch die Firma seines Vaters steht kurz vor dem Aus.

Tae-poong hat zunächst kaum Ahnung davon, wie man ein Unternehmen führt. Trotzdem weigert er sich, die Firma einfach aufzugeben. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern versucht er, neue Geschäftsmöglichkeiten zu finden und Aufträge zu bekommen. Dabei lernt er nach und nach, was es bedeutet, Verantwortung für andere Menschen zu tragen.

Eine wichtige Rolle spielt Oh Mi-seon, die als älteste Tochter ihrer Familie ebenfalls früh Verantwortung übernehmen musste. Sie arbeitet hart, verfolgt ihre beruflichen Ziele und unterstützt Tae-poong beim Versuch, das Unternehmen zu retten. Zwischen den beiden entwickelt sich neben der geschäftlichen Zusammenarbeit langsam auch eine romantische Beziehung.

Die Serie begleitet Tae-poong und sein Team durch zahlreiche Rückschläge. Immer wieder müssen sie finanzielle Probleme, gescheiterte Geschäfte, persönliche Konflikte und neue Schwierigkeiten überwinden. Gleichzeitig wird gezeigt, wie sich die Figuren unter diesen Umständen verändern und enger zusammenwachsen.

Ein wichtiger Bestandteil von Typhoon Family ist die südkoreanische Asienfinanzkrise von 1997, die in Südkorea als IMF-Krise bekannt wurde. Das Land befand sich damals in einer schweren wirtschaftlichen Krise und musste internationale finanzielle Unterstützung des Internationalen Währungsfonds in Anspruch nehmen.

Die Serie nutzt diese historische Situation als Hintergrund für die persönliche Geschichte ihrer Figuren. Die wirtschaftlichen Probleme sind deshalb nicht nur eine Kulisse: Die Krise wirkt sich unmittelbar auf Unternehmen, Arbeitsplätze, Familien und persönliche Zukunftspläne aus. Genau dadurch zeigt die Serie, wie eine große wirtschaftliche Krise das alltägliche Leben gewöhnlicher Menschen verändern kann. Netflix beschreibt die Serie ausdrücklich als Geschichte einer jungen Generation, die durch die Ereignisse von 1997 plötzlich erwachsen werden muss.

Auch die Atmosphäre der 1990er-Jahre spielt eine wichtige Rolle. Kleidung, Musik, Geschäfte und die Darstellung des damaligen Seoul vermitteln einen deutlichen Retro-Eindruck. Interessant ist außerdem, dass die Titel der einzelnen Episoden auf koreanische Dramen aus den 1990er-Jahren zurückgehen. 

Diese Serie hat mich fast den letzten Nerv gekostet. Viel zu lang und viel zu viel Drama.

Hätte man lediglich die Finanzkriese und alles drumherum auf privater und finanzieller Hinsicht zusammen mit der Familie Kang in den Fokus gerückt, hätte das völlig ausgereicht. Stattdessen mussten sie noch einen Bösewicht integrieren und in jeder Folge draufhauen, was zum Teil völlig übertrieben, um nicht zu sagen sogar verrückt dargestellt war.

Auch die beiden Hauptdarsteller, deren Charaktere eine Liebesbeziehung eingehen fand ich nicht passend. Hauptdarsteller Lee Jun-ho konnte mich in dieser Rolle nicht überzeugen. Grinsebacke ist einfach für diese Zeit und diese Position meiner Meinung nach fehlbesetzt. Intime Szenen fühlten sich für mich immer falsch an. Hingegen waren die Schwester und bester Freund der beiden passender und interessanter in ihrer Entwicklung zu beobachten.

Man hätte sich gut und gerne 4 Folge schenken können um die gleiche Geschichte zu erzählen. Und dann könnte ich auch guten Gewissens sagen, dass die Serie eine tolle Bewertung verdient hätte. Aber mit 16 Folgen und all dem drum und dran kann ich das leider nicht. Die einzige gute Folge ist die letzte Folge.

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