When the Phone Rings trägt im Koreanischen den Titel 지금 거신 전화는. Die Serie basiert auf einem gleichnamigen koreanischen Webroman von Geon Eomul Nyeo, der später auch als Webtoon umgesetzt wurde.
Die Hauptrollen spielen Yoo Yeon-seok als Baek Sa-eon und Chae Soo-bin als Hong Hee-joo. Daneben gehören unter anderem Heo Nam-jun als Ji Sang-woo und Jang Gyu-ri als Na Yu-ri zur wichtigen Besetzung. Regie führte Park Sang-woo, während Kim Ji-woon das Drehbuch der Serienadaption schrieb.
Die Serie wurde zwischen November 2024 und Januar 2025 beim koreanischen Sender MBC ausgestrahlt und gleichzeitig international über Netflix veröffentlicht. Insgesamt besteht When the Phone Rings aus zwölf Episoden.
Eine Besonderheit der Serie ist die Gebärdensprache. Hee-joo arbeitet als Gebärdensprachdolmetscherin und kommuniziert selbst größtenteils über koreanische Gebärdensprache. Chae Soo-bin bereitete sich intensiv auf diese Szenen vor, da die Gebärdensprache nicht lediglich als kleines Charaktermerkmal eingesetzt wird, sondern einen wichtigen Bestandteil der Figur und ihrer Beziehung zu Sa-eon bildet.
Interessant ist außerdem die ungewöhnliche Ausgangssituation der Liebesgeschichte. Statt sich erst kennenzulernen und anschließend zu heiraten, sind Sa-eon und Hee-joo bereits seit drei Jahren verheiratet. Die eigentliche Annäherung beginnt erst danach. Die Serie dreht damit das typische Romance-Prinzip gewissermaßen um: Nicht die Hochzeit bildet das Ziel der Geschichte, sondern zwei bereits verheiratete Menschen müssen überhaupt erst lernen, miteinander zu kommunizieren.
Dazu kommen mehrere bekannte K-Drama-Tropes wie eine arrangierte Ehe, eine wohlhabende und mächtige Familie, Geheimnisse aus der Vergangenheit und ein zunächst emotional distanzierter männlicher Hauptcharakter. Durch Entführung, Erpressung und die Suche nach dem anonymen Anrufer werden diese Romance-Elemente allerdings mit einem Thriller verbunden.

Baek Sa-eon scheint auf den ersten Blick ein perfektes Leben zu führen. Er stammt aus einer bekannten Politikerfamilie, besitzt eine erfolgreiche Karriere und ist mit Hong Hee-joo verheiratet. Hinter verschlossenen Türen sieht die Situation allerdings ganz anders aus. Die Ehe wurde aus familiären und politischen Gründen arrangiert und zwischen Sa-eon und Hee-joo herrscht eine auffällige emotionale Distanz.
Hee-joo arbeitet als Gebärdensprachdolmetscherin und spricht aufgrund eines traumatischen Erlebnisses aus ihrer Kindheit nicht. Obwohl sie seit drei Jahren mit Sa-eon verheiratet ist, fühlt sie sich in ihrem gemeinsamen Leben zunehmend gefangen und von ihrem Ehemann kaum wahrgenommen.
Dann wird Hee-joo entführt. Der Täter ruft Sa-eon an und versucht, ihn mit seiner Frau unter Druck zu setzen. Seine Reaktion verläuft allerdings vollkommen anders als erwartet. Durch eine unerwartete Entwicklung gelangt das Telefon des Entführers schließlich in Hee-joos Hände.
Sie erkennt darin eine Möglichkeit, ihre ausweglose Situation zu verändern. Unter einer anonymen Identität beginnt sie selbst, ihren Ehemann anzurufen und ihn zu bedrohen. Sa-eon weiß nicht, dass ausgerechnet seine eigene Frau hinter den mysteriösen Telefonaten steckt.
Aus den Anrufen entwickelt sich nach und nach ein ungewöhnliches Katz-und-Maus-Spiel. Während Sa-eon versucht herauszufinden, wer ihn bedroht, erfährt er gleichzeitig Dinge über seine Frau, die ihm bisher verborgen geblieben sind. Auch Hee-joo entdeckt eine Seite ihres Mannes, die sie während ihrer Ehe kaum kennengelernt hat.
Doch hinter den Telefonaten steckt wesentlich mehr als eine unglückliche Ehe. Familiengeheimnisse, Ereignisse aus der Vergangenheit und die ursprüngliche Entführung führen dazu, dass die Situation zunehmend gefährlicher wird.
Zu Beginn hatte ich Schiwerigkeiten mit der Serie. Zu stark wirkte alles vorhersagbar und der Hauptcharakter viel zu streng und distanziert. Da kommt weder Romantik noch sonst was auf. Aber wie schon in anderen koreanischen Serien bröckelt der erste Eindruck spätestens ab Folge 4.
Und dann kommt doch alles anders als man denkt. Die Nebencharaktere machen wie immer viel Spaß und geben der Serie zusätzliche Würze.
Nur gegen Ende… da war es dann doch mal wieder völlig übertrieben. Also ganz ehrlich, wer rennt denn in ein Kriegsgebiet? Freiwillig, nur um vor seiner Fra zu flüchten. Bekloppt.
Alles in allem aber bereue ich nicht, die Serie geschaut zu haben. 12 Folgen waren ausreichend.